Betrieb

Der Betriebsablauf ist angelehnt an das Vorbild und am FREMO.

 

Als Grundlage dient der Original-Fahrplan vom Winter 1964/65 ( Jünemann K./Kieper K./Nickel L., Die Rügenschen Kleinbahnen, Berlin: transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, 1983, S. 150)

Zu dieser Zeit gab es auf dem Streckenabschnitt Fährhof – Altenkirchen (Rügen) vier Zugpaare. Die Zugnummern im Fahrplan deuten darauf hin, dass 3 Züge als Nahgüterzüge (GmP) gefahren wurden und 5 Züge als Regel- und Bedarfszüge des Reiseverkehrs (Personenzüge), wobei 1 Zugpaar nur bis Wiek und das auch nur Werktags verkehrte.

 

Dieses Zugpaar kann entlastend auch als PmG gefahren werden.

 

Das letzte Zugpaar dient als „Lumpensammler“ und wird hier vom Triebwagen T 1 bedient. (In den 1960er Jahren war in der Regel nur eine Lok unter Dampf und auch der Triebwagen war schon längst ausgemustert, aber wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst selbst. Ein wenig Abwechslung kann nicht schaden und unsere Zugmannschaft dankt es uns, dass sie etwas früher Feierabend hat!)

 

Neben den regulären Zügen kam es vor, dass zur Erntezeit auch reine Güterzüge fuhren.

 

 

Dieser vorbildgerechte Betriebsablauf kann von einer Person problemlos bewältigt werden, aber genauso gut kann dies mit bis zu 7 Personen nachgespielt werden!

 

Anhand der vorliegenden Bücher und Veröffentlichungen kann auch das Frachtaufkommen recht gut bestimmt werden.

Demnach wurden durchschnittlich 25 (Güter-)Wagen täglich mit den eingesetzten Fähren über den Rassower Strom trajektiert. (Grob gesehen die Hälfte hin und die andere Hälfte wieder zurück.) Das bedeutet also, dass ca. 12 bis 13 Wagen täglich zugestellt und auch wieder abgefahren wurden.

 

Hauptsächlich wurden landwirtschaftlichte Produkte und Erzeugnisse, Vieh, Baustoffe und Kohle, Koks und Briketts transportiert. Ein Teil der Frachten wurde im Hafen von Wiek (Rügen) auf Versorgungsschiffe verladen und weiter zur Insel Hiddensee transportiert.

 

Der FREMO sieht für jeden (Güter-)Wagen eine sogenannte Wagenkarte vor, die sowohl Informationen zum Vorbild, als auch zum Modell enthält. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind dabei die Wagennummer und die Wagengattung, die auch durch die Farbe der Wagenkarte und ein Bild des Wagens sofort sichtbar werden.

 

Nun gibt es auf Rügen nur O- und G-Wagen (und einige wenige Spezialwagen, die aber hier nicht relevant sind), so dass eine farbliche Unterscheidung nicht unbedingt nötig ist. Auch die Anzahl der Fahrzeuge ist begrenzt, da es sich um einen “Inselbetrieb“ handelt.

 

Genauso sind die Modelldaten zu Identifizierung nicht wichtig. Alle Fahrzeuge weisen hier die gleichen Merkmale auf und gehören auch alle mir, so dass diese Daten ebenfalls wegfallen können.

 

Damit kann die Wagenkarte größenmäßig auf Spielkartenformat geschrumpft werden, so dass sie problemlos in einer Hand gehalten werden kann/können. Gleichzeitig können alle wichtigen Daten sehr übersichtlich auf einer Seite dargestellt werden.

 

Die Wagenkarte besitzt eine Einstecktasche, in die ein Frachtauftrag geschoben wird. (Er kann ja schlecht direkt am Modell eingesteckt werden!) 

 

Auch die eigentlichen Frachtzettel können einfacher ausfallen als beim FREMO. Gesonderte Bemerkungen und der Name des Besitzers können wegfallen. Auch die Ladestelle wird minimiert und farblich hervorgehoben, so dass man mit einem Blick erfassen kann, wo der Wagen steht oder hin rangiert werden muss. Die Farben und Kürzel der Ladestellen sind in allen Betriebsstellen einheitlich, so dass auf der ganzen Strecke kein Umdenken stattfinden muss.

 

Leerwagenanforderungen werden durch einen “Wendepfeil“ markiert, so dass man weiß, dass der Frachtzettel gedreht werden muss, da die gestellte “Aufgabe“ zweiteilig ist.

 

Eilfrachten sind durch einen roten diagonalen Strich gekennzeichnet.

 

Beim FREMO wäre die Schattenbahnhofsfarbe für den Osten rot. Rot ist jedoch sehr dominant und ablenkend. Da es sich bei der RüKB um einen “Inselbetrieb“ handelt und hier in diesem Fall alle Frachten über den Rassower Strom müssen, reicht eine Schattenbahnhofsfarbe.

 

Ich habe mich für Blau entschieden, da sie etwas dezenter als Schwarz oder Rot ist und den Fährbetrieb kennzeichnen soll. Die Fähre stellt den Schattenbahnhof da. Zielbahnhof Blau: Ab über den Jordan! …ähh Rassower Strom. Versandbahnhof Blau: Kommt von der Fähre!

 

Mit dem Einstecken eines Frachtzettels bekommt ein Wagen eine bestimmte Aufgabe.

 

Der eingesteckte Frachtzettel verdeckt die Wagendaten und lässt nur noch die wichtigen Informationen sichtbar erscheinen.

 

Die Frachtzettel und Wagenkarten wurden laminiert, um sie haltbarer und dauerhaft nutzbar zu machen.

 

Wer mit uns Kontakt aufnehmen möchte schreibt bitte an 0eclubhh@live.de