Hallo Freunde in Nord und Süd,
mein Herz schlägt nicht nur für die Sächsischen Schmalspurbahnen in 1:1 und 1:43,5, sondern gleiches gilt für die Rügenschen Strecken und besonders dem Nordteil der Nordstrecke. Zu dem vor fast zehn Jahren von Jelle-Jan übernommenen Fährhof-Diorama wird sich im 90-Grad-Ansatz eine Diorama vom südlichen Wieker Bahnhofsbereich mit dem Anschlussgleis zum Kinderheim anschließen. Ferner ist es ja so, dass ich die Epoche der Rü.K.B. nachstelle. Es sind die kleinen B-Kuppler im Einsatz, graue Güterwagen, die damals noch braunen und überwiegend holzbeplankten Lenz-Personenwagen und natürlich der T 1 nebst passend lackierten Beiwagen. Alles wäre unstimmig, wenn dazu nicht das epochengerecht aussehende Fährschiff am Anleger festmacht. Die passende Hintergrundkulisse für beide Anlagenteile entstand aus mehreren Motiven vom Originalschauplatz und viel Photoshoparbeit.
In Wiek geht es nun weiter. Der "Ausfahrtbogen" ist in Betrieb. Analog des 90-Grad-Verbindungsbogens zwischen Fährhof und Wiek wird auch dieser Bereich komplett weiß
lackiert, da er nicht vorbildgerecht ist und so anonym als reines notwendiges Betriebselement fungiert. Die linke Weichenkombination erlaubt nun endlich aus der Bogenweiche (Roco 2,5 mm-Profil) das
Kaigleis zu bedienen. Das besteht aus Swedtram-Rillenschienen. Aus der
Bogenweiche geht es später gerade aus auf das letzte geplante Anlagenstück. Das wird ein 180-Grad-Wende-Modul mit diagonal
liegenden Streckengleis. Eine Seite trägt "den Buger Hals", und zwar genau die
Engstelle von 30 m zwischen Ostsee und Wieker Bodden. Die Hintergrundkulisse zeigt stürmische See die in Buhnen gebrochen wird und dahinter Hiddensee.
Genau das Motiv hatte ich als Teststück einmal im MIBA Spezial Wassergestaltung in H0e gezeigt. Die Gegenseite
der Wendeplatte zeigt dann den westlichen Stationskopf der Ladestelle Lanken (Strecke Burkow-Abzweig - Bug) mit Feldbahnquerung und Originalhintergrund mit dem Park derer
zu Lanken und einem Getreidefeld.
Da diese Strecke nur von 1918 bis 1921 in Betrieb war darf da natürlich der T 1 nicht fahren. Er steht auf dem geraden Gleis was hinter der Hiddensee- und
Lankenkulisse zum Endpunkt führt. Beide Strecken enden nach einem 90 Grad-Bogen stumpf nebeneinander auf der dann wieder
festen Stirnseite des Anlagenstücks. Lok- und T 1-Beiwagen können einfach händisch umgesetzt werden. Das Wendestück kann perfekt auf einem
ungenutzten
Metallstreben-Schreibtisch aufgebaut werden. In den Spalt vor dem Bogen zum Kaigleis passe ich mit dem Kopf rein und der Blick auf Wiek in
Richtung Fährhof ist genial. Mit breiten Möbelverbindern (flache Fangtasche und einsteckbarer Winkel) sind/werden alle Teile verbunden.
Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten aber die Wittow hat sich jetzt schon mal zur Jasper an den Anleger von Fährhof gelegt.
Ein schönes Pärchen!
Helge hat in Fährhof und Wieck Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum der Nordstrecke organisiert.
Durch einen grandiosen Zufall habe ich den Gw Nr. 154 als "Expressgut"-Wagen realisiert, wir er in den 1920er Jahren auf der Südstrecke unterwegs war: Bei ebay konnte ich ein Fotoalbum einer 1928 nach Rügen in die "Sommerfrische" aufgebrochenen jungen Familie ergattern. Zeitgenössisch haben die jungen Leute ihre Reise in vielen Bildern und flotten Sprüchen festgehalten. So reiste ihr schwarzer Schäferhund in einer Kiste als Expressgut nach, als die Wirtin der Selliner Pension ihr Einverständnis gegeben hatte, auch den Hund zu beherbergen. Als der Hund in Sellin Ost ankam, entstand das historische Foto mit dem Wagen 154. Basis für diesen Umbau ist ein Gw von Fröwis. Er hat eine bewegliche Balancierkupplung komplettiert mit der Weinert H0-Kupplung 8630. Der Wippbalken unter dem Wagenboden ist ein 1x1mm-Profil. Der erhabene Zettelkasten wurde versucht so weit wie möglich zu entfernen.
